Gerichtsurteil, Urteil, Parapsychologie, Grenzwissenschaften, Ufos, Spuk, Geister, Astrologie

November 24, 2017

Mit der Urteilsdatenbank des Deutschen Institut für Parapsychologie stellen wir Interessierten die Rechtsprechungen von von deutschen Gerichten zum Thema Parapsychologie, Hellseher, Astrologie, Grenzwissenschaften, usw. zur Verfügung. Wenn Sie ein Urteil kennen, das wir hier nicht aufgelistet haben, freuen wir uns über ihre Mitteilung.

Diese Urteilsdatenbank wird ständig erweitert.

URTEILSDATENBANK ZUR PARAPSYCHOLOGIE UND GRENZGEBIETE

In dem Bundesgerichtshof (BGH) Grundsatzurteil vom 21. Februar 1978 (Az.: 1 StR 624/77) wurde die Parapsychologie zum "Aberglauben oder Wahn" erklärt und "Parapsychologische Gutachten" als Beweismittel untauglich (BGH NJW 1978, 1207). Das Urteil ist Online aufrufbar unter:
→ http://www.jurion.de/de/document/fullview/0:428627/

In dem Urteil des Landgericht Kassel (Az.: 1 S 491/84 vom 20. Dezember 1984) wurde entschieden, das Verträge über "Partnerzusammenführung durch Magie" nichtig. Das Urteil ist Online zu finden unter:
→ http://www.agpf.de/LG-Kassel-1S491-84-Esoterik.htm

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied in seinem Urteil vom 13. Januar 2011 (Az.: III ZR 87/10), das bei Verträgen bei Einsatz angeblicher magischer Kräfte oder Lebensberatung mit Kartenlegen um eine Objektive Unmöglichkeit sei und ob dennoch ein Vergütungsanspruch entstehen kann. Danach ist zu prüfen: 1. Ob eine objektive Unmöglichkeit vorliegt. 2. Wenn ja, ob trotzdem und um Wissen um diese Unmöglichkeit ein Vertrag geschlossen wurde. 3. Ob dieser Vertrag nicht gegen Sittenwidrigkeit nichtig ist. (Vorinstanzen: LG Stuttgart, Entscheidung vom 09.10.2009 - 19 O 101/09 und OLG Stuttgart, Entscheidung vom 08.04.2010 - 7 U 191/09). Das Urteil ist Online abrufbar unter:
http://www.agpf.de/Bundesgerichtshof-IIIZR87-10.htm

Der Pressesenat am Oberlandesgericht München entschied 2016 in einem Urteil, das die BILD Zeitung "Star-Hellseher" wie Daniel Kreibisch zu recht als Scharlatan oder Esoterik-Scharlatan bezeichnen darf. Kreibisch hatte die Zeitung auf 15.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Die Richter aber meinten: "Die Meinungsäußerungen in Bild sind zwar hat — aber zulässig".