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Okkultismus

Okkultismus (von lateinisch occultus "verborgen", "verdeckt" oder "geheim") ist eine Religion, in der verschiedene Praktiken ausgeübt werden. Dabei steht Okkult auch für esoterisch, paranormal, mystisch oder übersinnlich. Das Hauptgebiet der Religion des Okkultismus sind die Kontakt zu Verstorben oder Geisterbeschwörungen von Geistern im Jenseits, vergleichbar mit christlichen Gebeten, bei denen unsichtbare — höhere — nicht existente Wesen angerufen werden.

Der Okkultismus ist Jahrtausende alt, gelang aber durch die Verfolgung durch die katholische Kirche — die größte Sekte der Welt — unterdrückt und gelang erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zur großen Bekanntheit. Bis heute wird der Okultismus in Deutschland nicht als Religion anerkannt, vermutlich durch den Einfluß der katholischen Kirche und ihre Sympathisanten. Selbst das deutsche Regime verwendet die Bezeichnung 'christlich' für ihre Parteienbezeichnung (CDU). Die Machthaberin Merkel hat bereits viermal den Sektenführer der katholische Kirche mit dem Phantasienamen "Papst Franziskus" (eigentlich Jorge Mario Bergoglio) in seinem eigenen Land (Vatikan) besucht.

Die Religion des Okkultismus

Einen Unterschied zwischen des Okkultismus und Religion gibt es eigentlich nicht. Beide Religionen glauben an Unsichtbare höhere Wesen, vollziehen seltsame Riten und rufen höhere Wesen an (Geisterbeschwörung im Okkultismus, Gebet im Christentum). Beim Christentum sind es unsichtbare Götter und beim Okkultismus Verstorbene oder Geister.

Jenseitskontakte per Geisterbeschwörungen im Okkultismus

Gläserrücken

Die wohl bekannteste Form der Jenseitskontakte per Geisterbeschwörung im Okkultismus ist das Gläserrücken (früher Tischerücken). Fast jeder begegnet dem Gläserrücken im Jugendalter. Mittels eines umgedrehten Trinkglases und einem Buchstabenkreis wird Kontakt zu Geistern — den Seelen Verstorbener — aufgenommen.

Die Teilnehmer der Séance (Geisterbeschwörung) sitzen im Kreis um einen Tisch, in dessen Mitte sich das Glas mit dem Buchstabenkreis befundet. Jeder legt einen Finger auf das Glas. Danach werden Fragen gestellt. Die Antworten werden aus den Buchstaben zusammengesetzt, zu denen das Glas der Reihe nach hinwandert.

Pendeln

Ähnlich wie das Gläserrücken befinden sich auch beim Pendel der Buchstabenkreis, Ja und Nein Feld und die Zahlen 0 bis 9. Anstatt eines Glases als Zeiger wird ein Pendel verwendet. Der Vorteil beim Pendel ist, das man es auch alleine verwenden kann. Das Pendel kann entweder gekauft, oder einfach selbst hergestellt werden, z.B. ein Ring an einem Bindfaden.

Ouija Board (Hexenbrett)

Das Oui-ja-Board, auch Hesenbrett, ist ein Wortsilbenspiel mit einem Zeiger statt eines Trinkglases. Die Silbe Oui entstammt dem französischen und bedeutet ja, das ja steht für das deutsche Ja. Board kommt aus dem englischen und steht für Brett. Das Oui-ja-Board besteht meist aus Holz oder Kunststoff. Darauf befinden sich, oft herzförmig angeordnet, die Zahlen 1 bis 10, das komplette Alphabet sowie ein JA- und ein NEIN-Feld. Als "Zeiger" versteht sich ein Herzähnliches, etwa 10 Zentimeter grosses Brettchen oder Kuststoffzeiger. Darunter befinden sich Rollen oder ein Filz zum freien Bewegen. Wenn nun ein oder mehrere Teilnehmer jeweils ein Finger auf diesen "Zeiger" legen, dauerst es selten wenige Minuten, bis sich etwas tut, Der Zeiger auf einen Buchstaben sich verschiebt, dann zum nächsten und nach und nach erhält man so eine Botschaft.

Das Ouija-Board wurde von dem US-amerikanischen Geschäftsmann William Fuld im Jahr 1899 als Spiel auf den Markt gebracht. Während des Ersten Weltkrieges verkaufte es sich wie wild — Viele Familien wollten Kontakt zu ihren gefallenen Söhnen aufnehmen. 1966 erwarb Parker Brothers, ein Spielehersteller aus Massachusetts, die Rechte und vertreibt es bis heute.

Erklärung

Schon 1852 erkannte der englische Physiologe William Benjamin Carpenter (1813-1885), daß hinter dem Gläserrücken oder Pendeln nur das menschliche Unbewußte steckt. Carpenter stellte fest, daß bereits die Vorstellung, die wir uns von einer Bewegung machen, zu einer unbewußten, aber meßbaren Reaktion der Muskeln führt. Der Effekt wurde nach Carpenter benannt: Der Carpenter Effekt oder auch ideomotorisches Gesetz (Ideomotorik, nach William James) bezeichnet. Ähnliche Erfahrungen macht der Beifahrer in einem Auto, der in brenzligen Situationen automatisch mit seinem Füßen mitbremst. Vergleichbar mit ideosekretorisch (z. B. Speichelabsonderung bei der blossen Vorstellung zu essen).

Gläserrücken ist ein gruppendynamischer Prozeß, bei dem sich die geringfügigen Kräfte, die auf das Glas einwirken, sich zu einer relativ starken Gesamtkraft vereinigt. Diese Kraft schiebt das Glas, ohne daß die Teilnehmer sich ihres unbewußten Zutuns bewußt sind. Da sich aber die Gesamtkraft immer in eine Richtung neigt, in die keine der Finger zeigt, entsteht das Gefühl, daß sich das Glas von alleine bewegt. Hinzu kommt, daß niemand seine Finger absolut ruhig halten kann und mit der Zeit die Arme schwer werden, werden die wirkenden Kräfte immer stärker. Dann fehlen nur noch psychomotirische Automatismen, damit aus dem Buchstabensalat eine sinnvolle Botschaft entsteht, auch daran ist nicht "paranormal". Es sind selbstständige Bewegungen, ohne die wir nicht gleichzeitig denken und laufen könnten, nicht gleichzeitig Reden und Auto fahren könnten.

Anders würde es sich verhalten, wenn sich das Glas von alleine bewegt, also wenn niemand das Glas berührt.

Problematisch wird es, wenn man wegen jeder Kleinigkeit das Pendel befragen muss. Denn dann kann sich das Phänomen generalisieren, das bedeutet, man braucht kein Gläschen oder Pendel mehr, sondern kann die Stimmen direkt hören. Manche Betroffenen beginnen dann auch Geister zu sehen und fühlen sich sogar von Geistern angefaßt und belästigt. Das Spiel hat sich zu einer mediumistischen Psychose entwickelt.

— ap —