Parapsychologie, Paranormal, Lexikon, Grenzwissenschafen

In unserem Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzwissenschaften finden Sie eine Reihe von kurzen Beschreibungen der unterschiedlichen Phänomene der Grenzwissenschaften, Anomalistik, Esoterik, Parawissenschaften und Pseudowissenschaften.

Aberglaube

Als Aberglaube bezeichnet man einen Irrglauben an das Wirken irgendwelcher Mächte, die Glück oder Unglück bringen. Auch Religion ist Aberglaube. Ursache ist eine falsche Verknüpfung von Ursache und Wirkung. Angefangen von Spruchformeln wie "Toi, Toi, Toi" bis Daumen drücken.

Als die britische Königin Elizabeth II. am 18. Mai 1965 Duisburg besuchte, nannte die Deutsche Bundesbahn kurzerhand den Bahnstein 13 in den Bahnstein 12a um.

Aliens

Alien (engl.) steht für außerirdische Lebensform.

Amityville

Die angeblich wahre Geschichte des Amityville Horror hat sich mittlerweile als Betrug herausgesellt. US Schriftsteller Jay Anson (1922-1980) behauptete in seinem 1978 veröffentlichten Millionen-Bestseller "The Amityville Horror" (Der Schrecken von Amityville), es sei "einer der fürchterlichsten wahren Fälle von Spuk und Besessenheit von Dämonen". In einer Pressemitteilung vom 27. Juli 1979 hieß es: "Wir haben uns diese Horrorgeschichte bei vielen Flaschen Wein ausgedacht, die George getrunken hat. Wir haben wirklich miteinander gespielt."

Anomalistik

Der Begriff Anomalistik wurde 1973 durch den Anthropologen Robert W. Wescott geprägt, der ihn als "ernste und systematische Untersuchung von allen Phänomenen" definierte, "welche nicht in unser Bild von der Wirklichkeit passen, wie es uns der gesunde Menschenverstand oder die bekannten Wissenschaften vermitteln." Wescott knüpft mit solchen Überlegungen an Thomas Kuhn an, der unter Anomalien "Beobachtungsergebnisse [versteht], die bisherigen theoretischen Vorstellungen und Annahmen über die Welt zu widersprechen scheinen, für die es also bisher noch keine Erklärung im Rahmen konventioneller Theorien zu geben scheint." Wescott selbst verwies auf den Journalisten und Forscher Charles Fort als den eigentlichen Schöpfer der Anomalistik als eigenes Forschungsgebiet. Der Physiker William R. Corliss veröffentlichte ab 1974 zahlreiche Handbücher über anomale Phänomene in verschiedenen Wissenschaftsfeldern.

Astralreisen

siehe → Nahtodeserlebnis (NTE)

Astrologie

Die Astrologie erstellt anhand des Geburtsdatums ein Horoskop und deutet danach die Persönlichkeit des Ratsuchenden. Die Astrologie ist eine Pseudowissenschaft: Die behaupteten Ergebnisse konnten zahlreich widerlegt werden.

Aura

Als Aura oder Energiekörper oder Aura eines Menschen wird in verschiedenen esoterischen Lehren eine Ausstrahlung bezeichnet, die für psychisch oder anderweitig entsprechend empfindsame ("synästhetische" oder "sichtige") Menschen als Farbspektrum, das den Körper wolken- oder lichtkranzartig umgibt, wahrnehmbar sein soll. Nach Ansicht der meisten Vertreter der Energiekörperlehre besteht dieser aus mehreren Schichten, die eng mit den Chakren des Menschen verknüpft sind. Häufig ist daher die Ansicht, die Aura des Menschen bestehe aus sieben Schichten, die den sieben Hauptchakren entsprechen. Manche Schichtenkonzepte weichen davon ab. So gibt es verschiedene Systeme, in denen drei bis neun Schichten beschrieben werden.

Wissenschaftlich betrachtet lassen sich weder Chakren noch Energiekörper nachweisen. Auch die angenommene Ausstrahlung eines Lichtkranzes lässt sich nicht mit wissenschaftlichen Methoden beobachten.

Außerirdische

Außerirdische siehe → Aliens

Außerkörperliche Erfahrung (AKE)

siehe → Nahtodeserfahrung (NTE)

Backster Effekt

Im Jahr 1973 landete ein Sachbuch auf der Bestsellerliste der New York Times, in dem behauptet wurde, Pflanzen seien empfindsame Wesen, die Emotionen spüren, Klassik lieber mögen als Rockmusik und auf Gedanken von Menschen in hunderten Kilometern Entfernung reagieren können. "Das geheime Leben der Pflanzen" von Peter Tompkins und Christopher Bird bot ein verführerisches Gebräu aus seriöser Pflanzenkunde, quacksalberischen Experimenten und mystischer Naturverehrung. Es sprach die Fantasie der ¨ffentlichkeit just zu der Zeit an, als das New-Age-Denken in den Mainstream einsickerte. Die einprägsamsten Passagen beschrieben die Experimente eines ehemaligen CIA-Experten für Polygrafie (Polygrafen werden landläufig als "Lügendetektor" bezeichnet) namens Cleve Backster, der 1966 aus einer Laune heraus ein Galvanometer mit dem Blatt eines Drachenbaums in seinem Büro verband. Zu seinem Erstaunen stellte er fest, dass er mit der bloßen Vorstellung, der Drachenbaum finge Feuer, diesen dazu bringen konnte, die Nadel des Polygrafen ausschlagen zu lassen. Der Apparat registrierte einen elektrischen Impuls, was darauf hindeutete, dass die Pflanze Stress empfand. "Sollte die Pflanze etwa seine Gedanken gelesen haben?", fragen die Autoren. "Backster wäre am liebsten auf die Straße gelaufen, um es in alle Welt hinauszurufen: "Pflanzen können denken!".

Mehrere seriöse Botaniker versuchten erfolglos, den "Backster-Effekt" zu wiederholen.

Bermuda Dreieck

Vom Bermuda Dreieck — ein Dreieck von Bermuda bis Puerto Rico und Miami — wird behauptet, es verschwinden dort mehr Schiffe oder Flugzeuge wie auf jedem anderen Fleck dieser Erde, aber das konnte zahlreich widerlegt werden. Natürlich gibt es auch eine Reihe von Erklärungen wie z.B. schwerer Seegang, Riesenwellen, Tornados, Windhosen, Methangas-Blasen (Methan-Hydrat),

Siehe auch Artikel → Bermuda Dreieck - Das Räsel ist gelöst.

Blutwunder von Neapel

Im Dom von Neapel wird als Reliquie getrocknetes Blut des Heiligen Januarius (San Gennaro) gezeigt, das sich während bestimmter religiösen Zeremonien verflüssigt. Die Ampulle ist Jahrhhunderte alt und wird von Gläubigen als Wunder angesehen. Bei dieser Zeremonie wird der Behälter mit der schwarzen festen Masse solange bewegt, bis sich die Masse verflüssigt. Das es sich um Blut handelt ist eher unwahrscheinlich. Die Kirche weigert sich, das Blutwunder wissenschaftlich untersuchen zu lassen.

Bei dem Blutwunder spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Einmal die Bewegung — Thixotropie ist die Eigenschaft mancher Gele oder fester Stoffe, unter Vibration oder bei Bewegung flüssig zu werden. Chemiker kennen verschiedene Erklärungen, die auch schon vor Jahrhunderten bekannt waren: Der Chemiker Luigi Garlaschelli (1991) ist dieser Erklärung nachgegangen und konnte eine dunkelbraune thixotrope Substanz aus Eisenchlorid (das als Mineral Molysit am Vesuv vorkommt), Kalk und Kochsalz nach einem einfachen Verfahren herstellen. Andere Rezepte beruhen auf Ton, Bienenwachs, Alkohol, Leinsamen und Öl. Hierbei ist die Füssigkeit normalerweise fest, aber bei einer kurzen Erschütterung wird sie verflüssigt. Auch Ketchup gehört dazu, wenn man ihn in der Flasche kräftig schüttelt, fließt er leichter heraus.

Brennender Dornenbuch (Bibel)

Viele Zistrosen sondern in der Sonne leicht entflammbare ätherische Öle ab. Ein einziger Funke genügt, um die Öl in Brand zu setzen. Der Strauch brennt, ohne zu verbrennen. Umso länger er brennt, vernichtet er auch die Pflanze.

Carpenter Effekt

siehe → Okkultismus

Chakren

siehe → Aura

Channeling

Beim Channeling behauptet ein Medium (auch Channel genannt) Botschaften von übernatürlichen Wesen wie Engeln, Geistern oder Verstorbenen zu empfangen oder anders geartete "nicht-physikalische" Wahrnehmungen zu haben. In der Parapsychologie wird der Begriff dabei unabhängig von kulturrelativen religiösen oder okkulten Weltbildern verwendet. Die bekanntesten Phänomene oder Techniken sind dabei Hypnose und Telepathie. Mediumismus ist die behauptete Kommunikation mit diesen Wesen und die gesprochene oder geschriebene Weitergabe von Visionen und "Mitteilungen". In den 1970er Jahren etablierte sich dafür in der US-amerikanischen New-Age-Bewegung der Begriff Channeling, der in den Achtzigern auch im deutschsprachigen Raum bekannt wurde. Wissenschaftlich anerkannte Beweise für die behaupteten Effekte existieren nicht.

Déjà-vu

Das Déjà-vu (frz. schon gesehen) bezeichnet ein psychologisches Phänomen (psychopathologische Bezeichnung: qualitative Gedächtnisstörung), das sich in dem Gefühl zeigt, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen, aber nicht geträumt zu haben.

Weitere Bezeichnungen für dieses Erlebnis sind Erinnerungstäuschung (Sander), identifizierende Erinnerungsfälschung (Kraeppelin), Bekanntheitstäuschung, Fausse reconnaissance (frz. falsches Wiedererkennen), Déjà-entendu-Phänomen bzw. Déjà-écouté-Phänomen (frz. schon gehört) oder Déjà--vécu-Erlebnis (frz. schon erlebt).

Ein Déjà-vu tritt beim gesunden Menschen vereinzelt spontan, im Zustand der Erschöpfung oder bei Vergiftungen (vor allem mit Nervengiften wie Ethanol oder halluzinogenen Drogen) gehäuft auf. Als Begleiterscheinung von Neurosen, Psychosen oder organischen Hirnerkrankungen, vor allem des Temporallappens, können Déjà-vu-Erlebnisse ebenfalls gehäuft auftreten. Nach Umfragen hatten 50 bis 90 Prozent aller Menschen mindestens einmal ein Déjà-vu-Erlebnis, vergessen aber meist nach einer gewissen Zeit, wo und wann es zuletzt auftrat.

Das Gegenteil des Déjà-vu-Erlebnisses, das Gefühl von Fremdheit in einer vertrauten Umgebung, heißt Jamais-vu-Erlebnis (frz. nie gesehen) und kann unter ähnlichen Umständen auftreten.

1868 soll der deutsche Psychiater Julius Jensen die Bezeichnung Doppelwahrnehmung für Phänomene eingeführt haben, die heute auch als Déjà-vu bezeichnet werden. Für Jensens Bezeichnung Doppelwahrnehmung soll Wilhelm Sander die Bezeichnung Erinnerungstäuschung vorgeschlagen haben. Der französische Philosoph E. Boirac soll das Wort Déjà-vu im Jahre 1876 verwendet haben in seinem Buch L'Avenir des sciences psychiques (Die Zukunft der psychischen Wissenschaften).

Als Erklärungstheorien tauchen verschiedene Möglichkeiten auf: Einer Hypothese zufolge tritt ein Déjà-vu in Situationen auf, die an ein verdrängtes, tatsächlich erlebtes Ereignis erinnern, das so kurz wahrgenommen wurde, dass es nicht bewusst registriert werden konnte. Nach einer anderen Hypothese sind verdrängte Phantasien die Quelle von Déjà-vus. Möglicherweise handelt es sich um spezielle Situationen, in denen Kurz- und Langzeitgedächtnis für einen Moment nicht aufeinander abgestimmt sind.

Esoterik

Esoterik (altgriechisch "innerlich" oder "dem inneren Bereich zugehörig") ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten "inneren" Personenkreis zugänglich ist, im Gegensatz zu Exoterik als allgemein zugänglichem Wissen. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein "höheres", "absolutes" und arkanes, althergebrachtes Wissen. Heute gibt es weder im wissenschaftlichen noch im populären Sprachgebrauch eine allgemein anerkannte Definition von Esoterik beziehungsweise esoterisch.

In der Wissenschaft haben sich zwei grundlegend verschiedene Verwendungen dieser Bezeichnungen etabliert: a) Die Religionswissenschaft beschreibt und klassifiziert verschiedene Formen religiöser Aktivität, die sie als Esoterik zusammenfasst. b) Die Geschichtswissenschaft befasst sich hingegen mit bestimmten Strömungen der westlichen Kultur, die gewisse Ähnlichkeiten aufweisen und historisch miteinander verbunden sind.

Im populären Sprachgebrauch versteht man unter Esoterik vielfach "Geheimlehren". Ebenfalls sehr gebräuchlich ist der Bezug auf "höhere" Erkenntnis und auf Wege, welche zu dieser führen sollen. Des Weiteren wird das Adjektiv "esoterisch" häufig abwertend im Sinne von "unverständlich" oder "versponnen" verwendet.

Exorzismus

Als Exorzismus (latinisiert aus griechisch, "das Hinausbeschwören") wird in den Religionen die Praxis bezeichnet, Dämonen bzw. den Teufel, die in Menschen, in Tieren, in Orten oder in Dingen vermutet werden, "auszutreiben". Exorzismus, auch Befreiungsdienst, Dämonen- oder Teufelsaustreibung genannt, gehört zum Bereich der seit der Antike üblichen apotropäischen Handlungen. Wenn Menschen oder Tiere als betroffen angesehen werden, wird dies als Besessenheit bezeichnet. Die Interpretation dieses Zustandes ist abhängig von der jeweiligen Kultur.

In der modernen Medizin sowie der klinischen Psychologie und Psychiatrie wird das entsprechende Verhalten eines "Besessenen" als Symptom einer organischen Krankheit oder einer psychischen Störung gewertet. 1976 verstarb die 23jährige Anneliese Michel bei einem solchen Exoszismus der Kirche. Eltern und Geistliche ("Exorzisten") wurden wegen unterlassene Hilfeleistung verurteilt.

Der Exorzist, d. h. die Person, die den Exorzismus durchführt, soll in eine direkte Kommunikation mit dem unerwünschten Geist oder Dämon treten, und versuchen, durch dessen Beseitigung eine Befreiung oder Reintegration des "Besessenen" herbeizuführen. Die äußerlich erkennbare Form des Exorzismus reicht vom intellektuellen Dialog über das Gebet bis zum Tanz im Trancezustand.

Fernwahrnehmung

siehe → Remote Viewing

Fische regnen vom Himmel

Immer wieder tauchen Berichte auf, von denen Fische vom Himmel regnen. Dabei saugt eine Windhose den Inhalt eines Teiches auf und gibt den Inhalt weit entfernt wieder aus. Manche Fische waren gefroren, wahrscheinlich in einer eisigen Gewitterwolke.

Fluch des Pharao

Der "Fluch des Pharao" wurde mehrfach widerlegt. Ein Australier untersuchte die Lebensfaten von 25 Personen, die direkt bei der Grab-Öffnung des Tut-ench-Amun im Jahre 1923 dabei waren. Dabei wurden keine Anzeichen für ein verkürztes Leben gefunden. Die oft berichtete giftigen Pilze (z.B. Schimmelpilz Aspergillus flavus), die nachgewiesenen wurden, entstanden vermutlich bei der falschen Lagerung der Mumien in Europa.

Freitag, der 13.

Edgar Wunder hat in seiner Studie "Die Folgen von Freitag, dem 13. auf das Unfallgeschehen in Deutschland" untersucht. Dabei wurden 146.877 Verkehrsunfälle zwischen 1985 und 1999 an 26 verschiedenen Freitag, der 13. Terminen sowie 52 Vergleichs-Freitagen untersucht. Ergebnis: An einem Freitag, der 13. passieren nicht mehr Unfälle als an den anderen Freitagen.

Gehirnwäsche

Von Verschwörungstheroretikern wird oft von Gehirnwäsche gesprochen. Dabei gibt es tatsächlich Methoden, die den Menschen mürbe machen könnnen. Hier ein Beispiel:

Phase eins der Gehirnwäsche ist Isolation: Ohne Ausblick, alleine und getrennt von allen, was Halt gibt, verschwimmen die eigenen Meinungen. Verhaftet wird mitten in der Nacht oder frühmorgens, wenn er noch schlaftrunken ist. Ähnlich funktioniert die Gehirnwäsche in Religionen. Immer wieder wird von Wesen (z.B. Gott) gesprochen und die Realität verschwiegen. Nachdem der Häftling eingeschlafen war, findet er nach dem aufwachen, etwas zu essen und ein Glas Wasser vor. Man hat ihn also nicht vergessen. Das beruhigt etwas.

Phase zwei: Demütigung "Du bist Abschaum!" Phase drei: Indoktrination. Das leere Gehirn kann nun mit falschen Inhalten gefüllt werden. das Falsche wird erst durch Vergleich das Richtige. Fehlt der Vergleich, ist er dem falschen schutzlos ausgeliefert.

Ähnlich laufen auch Verkaufsvorträge ab, bei denen Käufer zum Kauf angeregt werden sollen. Im Raum wird die Heizung etwas höher gestellt, das verringert den Widerstandswillen.

Geist-Chirurgie

Wenn Geistheiler vorgeben, die Bauchdecke zu öffnen, um irgendwelche Innereien herauszuoperieren, ist das ein reiner Taschenspielertrick. Der Geistheiler gibt vor, das nach der Operation keine Narben bleiben würden.

Geistererscheinungen

Michael A. Persinger (* 26. Juni 1945 in Jacksonville, Florida) ist seit 1971 Professor an der Laurentian University in Sudbury, Ontario Kanada. Er fand heraus, das Quarzvorkommen im Boden für Geistererscheinungen verantwortlich sein können, in dem sie Sinnestäuschungen hervorrufen. Auch reagiert der menschliche Körper in Stresssituationen mit Sinnestäuschungen.

In einem schallisolierten Raum bekamen die Probanden einen von Persinger entwickelten Helm aufgesetzt. Dieser Helm erzeugte ein Magnetfeld, welches in seiner Stärke ungefähr einem Zehntel des erdeigenen Magnetfeldes entsprach. Damit wirkte er nun auf das Gehirn der Testpersonen ein. Diese glaubten, es handele sich um eine Entspannungsübung. Er führte dieses Experiment mit ca. 1000 Versuchspersonen durch und bei 80 Prozent der Teilnehmer ist er der Meinung, eine spirituelle Erfahrung nachgewiesen zu haben.

Manche Probanden beschrieben einen Zustand des Schwebens oder meinten, die Anwesenheit eines Schutzengels zu spüren. Einige beschrieben, Gott persönlich begegnet zu sein. Aber auch nichtreligiöse Testpersonen hatten bei den Magnetstimulationen transzendente Erlebnisse. So beschrieben Atheisten zum Beispiel eine Verbundenheit mit dem Universum.

Er schlussfolgerte, dass Religion, welche Kriege hervorgerufen habe und werde, dem Menschen nur schade. Auch glaubte er damit im Gehirn ein Gottes-Modul nachgewiesen zu haben. Die Erlebnisse der Probanden und die Hirnfunktionen glichen denen von Epileptikern während eines Anfalls. So wollte er auch geschichtlich überlieferte Erscheinungen erklären. Diese seien durch Änderungen im Magnetfeld der Erde entstanden. Auf die gleiche Art erklärt er auch Lichterscheinungen im Zusammenhang mit UFOs.

Eine Überprüfung von Persingers Experimenten fand an der Universität von Uppsala in Schweden mit 43 Studenten in einer Doppelblind-Studie statt. Über die Hälfte der Testpersonen spürten spirituelle Erlebnisse. Jedoch war es so, dass bei 11 der 22 getesteten Personen, welche eine leichte Veränderung spürten, und bei zwei der drei Teilnehmer, die stark mystische Erlebnisse hatten, die Magnetfelder nicht aktiv waren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei allen berichteten Veränderungen um einen Placeboeffekt.

Geisterstimmen

Früher häufiger berichtet als heute, hörten Menschen z.B. aus Wasserkesseln Stimmen. Grund war damals die Mittelwellentechnik. Dabei fungierte der Wasserkessel als Radio-Empfänger.

Geistleiher

Sie nennen sich Geistheiler, Lichtarbeiter, die durch Hand auflegen angebliche Energien übertragen oder geben vor als Reiki Meister eine Fernbehandlung durchzuführen. Lassen Sie sich nichts vormachen. Wenn eine Besserung eintritt, ist das auf den Selbstheilungskräfte zurückzuführen und nicht auf irgendwelche Energien von irgendwelchen Heilern. Bis heute konnte kein Geistheiler in einem wissenschaftlichen Experiment irgendeine Krankheit heilen.

Gläserrücken

siehe → Okkultismus

Global Consciousness Project

siehe → Princeton engineering Anomalies Research (PEAR)

Grabtuch von Turin

Das Grabtuch von Turin hat sich als Fälschung aus dem Mittelalter herausgestellt.

Hellseher

Immer wieder ließt man von "Hellseher im Dienst der Polizei". Dazu sind reine Reihe von Untersuchungen angestellt worden, bei denen sich aber keine der Aussagen als brauchbar verwendbar waren.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das Buch "Psychic Sleuths" von Joe Nickell, das sich mit einer Reihe von selbst ernannten Hellsehern ("Helfern") verschiedener — meist amerikanischer — Polizeibehörden beschäftigt.

siehe auch → Wahrsager

Hexen

Der Glaube an Hexen ist noch nicht vorbei: Die BILD Zeitung berichtete am 6. August 1996, das in Neu-Dehli eine junge Frau (24) im Nordosten Indiens bei lebendigem Leib als Hexen verbrannt wurde. Drei Dorfälteste hatten bei einer Gebetsversallung gesagt, sie hätte einen schlechten Geist — ihr Todesurteil.

Horoskop

siehe → Astrologie

Jenseits

Jenseits (als Substantiv) ist ein etwa seit dem Beginn der Moderne im Deutschen geläufiger Begriff zur Bezeichnung einer "anderen Wirklichkeit", die sich nach mythischen, religiösen und mancherorts esoterischen Vorstellungen jenseits der Naturwirklichkeit befindet und ausschließlich im nicht von Naturwissenschaften verstandenen Daseinszustand wahrgenommen werden kann. Den Gegensatz dazu bildet das "Diesseits" als Gesamtheit der Phänomene, die im Daseinszustand der Naturwirklichkeit wahrgenommen werden können und den Gesetzen der Natur gehorchen. Das Jenseits wird auch zum Bereich des "Himmlischen", mitunter auch des "Übernatürlichen" gezählt. Damit wird ein Unterschied zwischen Naturwirklichkeit, "Gotteswirklichkeit" bzw. "übernatürlicher Wirklichkeit" angenommen, wobei der mehrdeutige Begriff "natürlich" als Synonym von "diesseitig" verwendet wird.

Jenseitskontakt

Im → Channeling oder im → Okkultismus (Pendeln oder Gläserrücken) kennt man Jenseitskontakte, natürlich nicht real.

Kartenlegen

siehe → Okkultismus oder → Wahrsager

Kristallschädel

Oft wird behauptet, er sei bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden, hat er sich doch aus Fälschung herausgestellt.

Leben nach dem Tod

Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist ein philosophisches, religiöses und spirituelles Thema, das mindestens seit dem Altertum erörtert wird. Zur Beantwortung gibt es verschiedene Ansätze:

1. Ablehnung: Mit dem Tod endet die Existenz eines menschlichen Individuums. Der Mensch lebe nicht mehr als Subjekt weiter, sondern nur noch als Objekt, zum Beispiel in der Erinnerung der Mitmenschen. (Zu einer speziellen christlich-theologischen Variante, die dennoch eine Auferstehung nicht ausschließt, siehe Ganztodtheorie.)

2. Vollendung: In vielen Religionen wird das menschliche Leben im weitesten Sinne als eine Art Reifung oder Bewährung gesehen. Nach dem Tod wechsele das Individuum für alle Zeiten in einen anderen Seinszustand (Weiterleben in einem Totenreich, Jenseits, Auferstehung, Himmel, Unsterblichkeit, Hölle, Limbus).

3. Reinkarnation: Der Mensch besitze einen geistigen Anteil (Seele), der immer wieder in neuen Körpern auf der Erde erscheine, ein Leben lebe und wieder sterbe.

Levitation

Levitation (lat. levitas = Leichtigkeit) bezeichnet das freie Schweben eines Objektes — in der Parapsychologie das Schweben einer Person, stammt aus den Anfängen der Spiritismus, heute als Taschenspielertrick entlarvt. Bei der Levitation (Technik) wird mithilfe einer Kraft die wirkende Gewichtskraft kompensiert und ein Objekt im Raum positioniert, wobei kein direkter Kontakt zum Boden oder zu festen Objekten besteht. Einige Methoden benötigen zur Kraftübertragung ein gasförmiges Medium (z. B. Luft), das sich um das Objekt befinden muss.

Lichtarbeiter

siehe → Geistheiler

Magnetische Menschen

Die Esoterikszene brachte sog. Magnetische Menschen hervor. Immer mehr Menschen behaupteten, ihre Körper seien magnetisch. Natürlich ist daran nichts unerklärliches, sondern der Schwerpunkt für das Phänomen verantwortlich.

Mondlandungslüge

Die → Verschwörungstheorien zur Mondlandung gehen davon aus, dass die Mondlandungen in den Jahren 1969 bis 1972 nicht stattgefunden haben (oft geht es nur um die erste bemannte Mondlandung), sondern von der NASA und der US-amerikanischen Regierung vorgetäuscht worden seien. Die Verschwörungstheorien haben seit den 1970er-Jahren durch den Autor Bill Kaysing — sowie verstärkt wieder seit 2001 — Verbreitung gefunden. 20 Millionen Amerikaner sind überzeugt, das die Mondlandung 1969 nur eine Inszenierung war.

Morphische Felder

siehe → Rupert Sheldrake

MysterySpot

siehe → Optische Täuschung

Nagelbrett

Sogenannte Fakire legen sich auf ein Brett mit hunderten von Nägeln. Reine Physik: Das Gewicht verteilt sich auf die gesamte Anzahl der Nägel und wirkt daher wie ein Brett oder eine glatte Fläche.

Nahtodeserfahrungen (NTE)

Sog. Nahtodeserfahrungen wird von rund 20 Prozent der reanimierten klinisch tote Patienten berichtet. Sie behaupten, ein Licht gesehen zu haben und Verstorbene gesehen zu haben. Endorphine werden ausgestoßen, um das Sterben zu erleichtern. Sauerstoffmangel führt zur Reizüberströmung, das Gefühl zu schweben, Erinnerungen usw. Es ist Wunschvorstellungen, um den Tod zu erleichtern. Körpereigene Opiate wirken wie ein Betäubungsmittel und erzeugen einen rauschartigen Zustand. Damit fällt auch die Körperwahrnehmung aus. Die ältesten Berichte gegen auf den Gilgamesch-Epos — 5.000 vor Christus — zurück.

Nahtodeserfahrungen entstehen, wenn der Mensch klinisch tot ist, z.B. einen Herzstillstand hat, aber noch kein Nulllinien-EEG (Gehirntot) vorliegt.

Ablauf: Meist empfindet der Erlebte das Gefühl, den Körper zu verlassen und keine Schmerzen mehr zu verspüren. Mache sehen Schwestern und Ärzte, die versuchen, seinen Körper zu reanimieren. Danach sehen manche einen Lebensfilm, in dem das gesamte Leben im Schnelldurchlauf wahrgenommen wird. Wahllos werden irgendwelche Erinnerungsinhalte abgespielt. Manche finden sich dann wieder in einer dunklen Übergangszone wieder z.B. einem Tunnel, Treppe oder ähnliches. Das ist der Zeitpunkt, bei dem durch Sauerstoffmangel auch im Sehzentrum des Gehirns immer mehr Nervenzellen ausfallen. Solche Erlebnisse haben auch Piloten bei extremer (G-) Belastung, wenn sie kurzzeitig das Bewusstsein verlieren und ihr Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird, zum Beispiel wenn sie Loopings fliegen. Anschließend taucht der der Patient in ein Licht ein, hinter dem herrliche Landschaften sind. Sie haben das Gefühl, eins mit allem zu sein und tiefen Frieden gefunden zu haben. Dieser Effekt wird auch durch Einnahme von Drogen wie Ketamin, Cannabis und LSD berichtet.

750 Krankenschwestern in den Spitaelern von Verona (Italien) erhielten einen Fragebogen, in dem Erfahrungen und Einstellungen zu Nahtodes-Erfahrungen erhoben wurden. Von den 476 Krankenschwestern, die den Fragebogen ausgefuellt zuruecksandten, gaben 34 Prozent an, bereits einem persoenlich mit einem Patienten zu tun gehabt zu haben, der eine Nahtodes-Erfahrung erlebte. Diese Krankenschwestern hatten ein hoeheres Wissen zur Phaenomenologie von Nahtodes-Erfahrungen sowie eine wohlwollendere Einstellung gegenüber solchen Erfahrungen, im Vergleich zu Krankenschwestern, die noch nie mit einem solchen Patienten zu tun hatten.

Bekannt wurden die Nahtodeserfahrungen durch Berichte und Bücher von Elisabeth Kuebler-Ross (Interviews mit Sterbenden, 1969), Raymond Moody (Leben nach dem Tod, 1975), Kenneth Ring (1980 und 1984), Michael Sabom (1984) und vielen anderen. Manche der Autoren waren auch Aerzte und Psychiater. Die IANDS ("International Association for Near-Death Studies", deutsch: "Internationale Vereinigung fuer Nahtod-Forschung"). Die Iands hat bis heute weltweit rund 20.000 Faelle von Nahtod-Erfahrung dokumentiert und ausgewertet.

Nostradamus

Nostradamus, latinisiert für Michel de Nostredame, (* 14. Dezember 1503 in Saint-Rémy-de-Provence, Provence; † 2. Juli 1566 in Salon-de-Provence) war ein französischer Apotheker und hat als Arzt und Astrologe gearbeitet. Schon zu seinen Lebzeiten machten ihn seine schwammigen prophetischen Gedichte berühmt, welche aus Gruppen von je 100 zusammengefassten Vierzeilern (Quatrains) bestanden, den sogenannten Centurien. Die Vierzeiler sind so formuliert, das sie auf viele Ergebnisse sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft zu deuten war.

Ockhams Razor (Ockhams Rasiermesser)

Ockhams Rasiermesser — auch Prinzip der Parsimonie oder Sparsamkeitsprinzip — ist ein heuristisches Forschungsprinzip aus der Scholastik, das bei der Bildung von erklärenden Hypothesen und Theorien höchstmögliche Sparsamkeit gebietet. Das nach Wilhelm von Ockham (1288-1347) benannte Prinzip findet seine Anwendung in der Wissenschaftstheorie und der wissenschaftlichen Methodik. Vereinfacht ausgedrückt besagt es:

Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen. Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält und wenn diese in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.

Mit der ockhamschen Regel verbunden ist die Forderung, für jeden Untersuchungsgegenstand nur eine einzige hinreichende Erklärung anzuerkennen. Die metaphorische Bezeichnung als "Rasiermesser" ergibt sich also daraus, dass die einfachste und zugleich passende Erklärung eines Phänomens alle anderen Erklärungen "abrasiert".

Sein praktischer Vorteil für die Theoriefindung besteht darin, dass Theorien mit wenigen und einfachen Annahmen leichter falsifizierbar sind als solche mit vielen und komplizierten Annahmen. Ockhams Rasiermesser ist aber nur eines von mehreren Kriterien für die Qualität von Theorien. Mit ihm lässt sich kein Urteil über die Gültigkeit von Erklärungsmodellen fällen, wohl aber lassen sich unnötige Annahmen aussondern.

Okkultismus

Unter Okkultismus fallen Pendeln, Kartenlegen, Handlesen und "Jenseitskontakte" wie Gläserrücken (Tischerücken).

Bewegt wird das Pendel durch unbewusste Muskelbewegungen (ideomotorische Bewegungen), dem sog. "Carpenter Effekt".

Das beim Pendeln oder Gläserrücken das Unterbewußtsein die Antworten gibt, zeigt sich am besten bei Experimenten mit verbundenen Augen: Hier kommen statt Botschaften nur Buchstaben-Salat. Ein anderes Beispiel: Ohne Finger am Glas, bewegt sich das Glas nicht.

Problematisch ist Okkultismus bei Jugendlichen in der Pubertät. Sie können durch Séancen (Geisterbeschwörungen) den Realitätssinn verlieren. Schlimmer noch: Gläserrücken wird in der Gruppe gemacht, damit entsteht eine Gruppendynamik, die schnell außer Kontrolle geraten kann.

Der Carpenter Effekt wurde nach William B. Carpenter benannt, der im Jahr 1852 sein Buch "On the Influence of Suggestion in Modifying and directing Muscular Movement, independently of Volition" veröffentlichte, in der er erstmals über sogenannten ideomotorischen Effekt berichtet — Demnach bewirkt jede Bewegungsvorstellung einen Antrieb zum Vollzug dieser Bewegung.

Optische Täuschung

Optische Täuschung begegnen uns gar nicht so selten, als man denkt. Das Gefühl, eine Straße führt bergauf, obwohl sie bergab führt.

Ouija-Board

siehe Abbildung unter → Okkultismus

Out of Body

siehe → Nahtodeserfahrung (NTE)

Parapsychologie

Die Parapsychologie (Ψ) (von griech. para, "neben" und psychologia, "Seelenkunde") versteht sich selbst als wissenschaftlicher Forschungszweig, der angeblich jenseits des normalen Wachbewusstseins liegende psychische Fähigkeiten, die das normale Erkenntnisvermögen überschreiten, und ihre Ursachen sowie ein mögliches Leben nach dem Tod untersucht.

Obwohl die Parapsychologie seit über 120 Jahren als wissenschaftliche Unternehmung existiert, wird sie von der Wissenschaftsgemeinde allgemein nicht als etablierte Wissenschaft anerkannt, weil die Anzahl der methodisch abgesicherten empirischen Untersuchungen zu den behaupteten paranormalen Phänomenen zu gering ist, um die Einführung neuer "Effekte" in das Corpus der anerkannten wissenschaftlichen Fakten rechtfertigen zu können. Die Mehrheit der Wissenschaftler sieht die Existenz solcher Phänomene als unbewiesen an und bezeichnet die Parapsychologie als eine Pseudowissenschaft.

Die parapsychologischen Experimente benutzten Zufallsgeneratoren für den Versuch, außersinnliche Wahrnehmung, Psychokinese und Präkognition nachzuweisen. Mit sensorischer Deprivation und Ganzfeld-Versuchen wird die Möglichkeit außersinnlicher Wahrnehmung untersucht. In den Vereinigten Staaten spielten diese Tests in der Vergangenheit eine Rolle bei dem Bemühen der Geheimdienste, außersinnliche Wahrnehmung für Spionagezwecke einzusetzen. Parapsychologische Experimente werden nur an wenigen Orten auf der Welt systematisch durchgeführt, so an einigen Universitäten und privat finanzierten Instituten.

Pendeln

siehe → Okkultismus

Pflanzen besprechen

Esoteriker behaupten, wer Pflanzen streichelt, kann das Wachstum anregen. Das ist richtig, aber nichts unnatürliches. Gleiches gilt, wenn jemand mit seinen Pflanzen spricht — aber nicht die Sprache ist ausschlaggebend, sondern weil unser Atem Kohlendioxid dabei ausstößt.

Phantomschmerz

Unter Phantomschmerz versteht man eine Schmerzempfindung in einer amputierten Gliedmaße (sogar ein Organteil wie die Appendix kann betroffen sein), was von einem Phantomglied oder Phantomempfindung unterschieden wird, bei dem noch die Empfindung besteht, die Gliedmaße sei noch ganz oder teilweise vorhanden, und bewege sich auch, ohne dass dies aber als Schmerz wahrgenommen wird. Ebenfalls muss der Stumpfschmerz abgegrenzt werden, der eben nicht eine Schmerzwahrnehmung im amputierten Bereich, sondern im verbliebenen Stumpf ist, aber gleichzeitig mit einem Phantomschmerz vorkommen kann.

Placebo

Placebos können auch Nebenwirkungen haben!

Princeton engineering Anomalies Research (PEAR)

Das Princeton Engineering Anomalies Research (PEAR) Institut der Princeton University, New Jersey untersuchte mit wissenschaftlichen Methoden die mögliche Beeinflussung von zufälligen oder maschinengesteuerten Prozessen durch das menschliche Bewusstsein (Telekinese im weitesten Sinne, Human/Machine Anomalies). Das PEAR-Programm wurde 1979 von Robert G. Jahn gegründet.

Das Global Consciousness Project (dt. "Globales Bewusstseinsprojekt", Abk. GCP) ist ein wissenschaftliches Experiment, bei dem ein weltumspannendes Netz aus Zufallsgeneratoren aufgebaut wurde. Die rund 50 Maschinen werfen unentwegt elektronische "Münzen" und senden die Daten via Internet an die Auswertungsstelle in Princeton. Tritt nun ein weltbewegendes Ereignis ein, das für kurze Zeit die Gedanken sehr vieler Menschen "gleichschaltet" dann könnte man einen Einfluss auf die Zufallsgeneratoren finden. Der 11. September war deshalb für die Forscher ein Glückstag... Und die Zufallsgeneratoren? Sie schlugen weit über die Linie reiner Zufälligkeit hinaus aus...

Die Koordinatoren des GCP, Dean Radin und Roger Nelson veröffentlichten ihren Bericht darüber. Die beiden Parapsychologen Edwin May und James Spottiswoode verfassten eine Entgegnung, in der sie Radin und Nelsons Auswertung einer Kritik unterzogen. Nach ihrer Ansicht können die von Radin & Nelson am 11. September 2001 gemessenen Anomalien als noch nicht definitiv gesichert gelten.

Die Princeton University hat das PEAR im Februar 2007 geschlossen.

Pyramiden

Immer wieder finden sich Behauptungen, das sich z.B. Fleisch unter einer Pyramide länger hält oder sich Rasierklingen unter Pyramiden von selbst schärfen. Diese Behauptungen wurden in verschidenen Tests wiederlegt.

Radiästhesie

siehe → Wünschelrutengänger

Reiki

Reiki soll eine Art Energie sein, die heilen kann. Natürlich in wissenschaftlichen Experimenten widerlegt worden.

Reinkarnation

Wiedergeburtstheorie, siehe → Leben nach dem Tod

Remote Viewing

Als Fernwahrnehmung (engl. Remote Viewing oder Remote Perception) wird eine hypothetische Art von Wahrnehmung bezeichnet, mit deren Hilfe Ereignisse oder Informationen über einen Ort oder eine Szene ("Ziel" oder "Target") durch außersinnliche Wahrnehmung zugänglich werden sollen, von denen der Wahrnehmende (Perzipient) über räumliche Entfernungen oder zeitliche Distanzen getrennt ist. Systematische Forschungen zur Fernwahrnehmung, die zum Bereich der Parapsychologie gezählt werden, begannen in den 1970er Jahren im Wesentlichen im Rahmen von Projekten, die vom US-Verteidigungsministerium und der CIA initiiert und finanziert wurden. Viele der dabei erzielten Resultate wurden erst 1995 veröffentlicht.

Der Begriff ist nahezu identisch mit dem älteren Begriff "Hellsehen" (engl.: clairvoyance) und inhaltlich nicht davon unterscheidbar. Gemeinsam mit verwandten Phänomenen wie Telepathie gilt er bei Parapsychologen als eine der Formen der außersinnlichen Wahrnehmung.

Rupert Sheldrake

Der britische Biologe Rupert Sheldrahe stellte die Hypothese der "morphische Felder" auf, die die Entwicklung von Strukturen beeinflussen sollen. Seine Hypothesen werden von den etablierten Naturwissenschaften weithin als pseudowissenschaftlich abgelehnt.

Nach Sheldrakes Ansicht werden alle Formen in der Natur, sei es Menschen, Tiere oder Pflanzen, selbst anorganische Materie, von sogenannten morphogenetischen (formbildenden) Feldern kontrolliert. Diese Felder bewirken nicht nur die einheitliche Erscheinungsform einer Spezies, sondern sind zugleich eine Art Gedächtnisträger. In ihnen wird all das gespeichert, was eine Spezies im Laufe ihrer Existenz gelernt hat. Die so gespeicherte Information bewirkt, daß spätere Mitglieder derselben Spezies von dem Kollektivgedächtnis profitieren. Das heißt, je mehr Menschen etwa lernen ein Fahrrad zu fahren, desto leichter wird es zukünftigen Generationen fallen, Fahradfahren zu erlernen. Die Informationen in den morphogenetischen Feldern übertragen sich auf die einzelnen Lebewesen und Objekte durch "Morphische Resonanz". Ihre Wirkung erstreckt sich über Zeit und Raum hinweg. So kann es auch möglich sein, daß wir jahrtausendealte Informationen abrufen können, die unsere Vorfahren betreffen. Sheldrake geht davon aus, daß in großen morphogentischen Feldern kleinere eingeschlossen sind. Es könnte also durchaus sein, daß bei geeigneter Resonanz von einem Ort oder einem Gegenstand gedächtnisähnliche Bilder "abgerufen" werden können, die mit seiner Geschichte zu tun haben.

Zuletzt hatte sich Sheldrake zunehmend dem Phänomen von Psi-Fähigkeiten bei Tieren zugewandt, darüber schrieb er auch das Buch "Der siebte Sinn der Tiere — Warum ihre Katze weiß, wann Sie nach Hause kommen, und andere bisher ungeklärte Fähigkeiten der Tiere".

Bei der hochorganisierten Struktur von Termitenvölkern vermutete Shaldrake "Biofelder" — eine Art Telepathie zwischen den Tieren.

Der südafrikanische Naturforscher Eugéne Marais führte in den zwanziger Jahren Experimente durch, die für die Existenz solcher Felder sprechen: Er machte faszinierende Beobachtungen an einer Eutermes-Art, deren Arbeiter Breschen reparierten, die er in ihre Hügel geschlagen hatte. Die Arbeiter fingen beiderseits der Bresche mit den Reparaturen an und brachten Erdklümpchen, die sie mit ihrem klebrigen Speichel benetzten. Die Arbeiter hüben und drüben kamen nicht miteinander in Berührung und konnten einander nicht sehen, da diese Art wie viele andere blind ist. Trotzdem trafen die von beiden Seiten angesetzten Streben richtig zusammen. Die Reparaturarbeiten wurden offenbar von einem übergeordneten Organisationsmuster koordiniert; Marais schrieb es der Gruppenseele zu, und ich spreche hier von einem morphischen Feld.

Man nehme eine Stahlplatte, die in Breite und Höhe ein Stück über den Bau hinausragt, und treibe sie senkrecht derart in die bereits geschlagene Bresche, daß sowohl die Lücke als auch der Bau insgesamt in zwei Teile geteilt sind. Jetzt kann es keinen Kontakt mehr zwischen den beiden Seiten geben, und die eine ist überdies von der Königinnenzelle abgeschnitten. Die Arbeiter auf der einen Seite der Bresche wissen nichts von denen auf der anderen Seite. Dennoch errichten die Termiten beiderseits der Platte ähnliche Bögen oder Türme. Entfernt man die Stahlplatte schließlich, so fügen sich beide Hälften nach der Schließung der Lücke perfekt zusammen. Wir kommen nicht an der Schlußfolgerung vorbei, daß irgendwo ein fertiger Plan existiert, den die Termiten lediglich ausführen. Wo ist die Seele, die Psyche, in der dieser fertig ausgearbeitete Plan existiert?. . . Wie wird den einzelnen Arbeitern ihr Anteil an der Gesamtanlage zugeteilt? Wir können die Stahlplatte auch zuerst einschlagen und dann zu beiden Seiten eine Bresche machen, und immer noch bauen die Termiten auf beiden Seiten identische Strukturen.

Marais' Expenmente scheinen von der Existenz eines organisierenden Feldes zu künden, das — anders als das von Becker erforschte, die Bautätigkeit hemmende Feld — nicht von einer Metallplatte unterbrochen wurde und deshalb wahrscheinlich kein elektrisches Feld ist. Marais trieb seine Forschungen noch weiter und machte Beobachtungen, die auf eine enge Verbindung des Organisationsfeldes mit der Königin schließen ließen, so eng, daß der Tod der Königin offenbar das Feld zusammenbrechen ließ:

Während die Arbeiter beiderseits der Stahlplatte mit ihren Reparaturarbeiten beschäftigt sind, grabe man sich so behutsam wie möglich zur Zelle der Königin vor. Man lege sie frei und töte sie. Augenblicklich steht im ganzen Staat, auf beiden Seiten der Stahlplatte, die Arbeit still. Wir können die Termiten mit dieser Platte monatelang von der Königin trennen, und trotzdem arbeiten sie systematisch weiter, solange die Königin in ihrer Zelle am Leben ist; doch kaum hat man sie getötet oder entfernt, kommt die Arbeit zum Erliegen.

Sheldrake untersuchte auch Phänomene, wie ein Mensch merken kann, das er von hinten angestarrt wird oder warum Tiere instinktiv wissen, wann Frauchen oder Herrchen sich auf den Heimweg macht.

Rutengänger

siehe → Wünschelrutengänger

Sai Baba

Der indische Guru Sai Baba war bekannt für seine "Wunder", wie seine Anhänger es nannten — allerdings wurden alles als Tricks entlarvt.

Satanismus

Als Satanismus werden verschiedene Bewegungen bezeichnet, die sich positiv auf den Teufel bzw. auf das gesellschaftlich als Böse Angesehene beziehen. Sie stehen nicht unbedingt miteinander in Verbindung. Als literarische Strömung ist Satanismus seit dem 17., als religiöse Bewegung seit dem frühen 18. Jahrhundert belegt. Man unterscheidet in der Regel zwei Richtungen des Satanismus. Der "traditionelle" (theistische) Satanismus beinhaltet das Verehren von Gottheiten. Darin gilt das Kriterium, dass die Figur Satans mehr oder weniger im Mittelpunkt steht. Beim "modernen" Satanismus hingegen wird ein atheistischer und rationalistischer Standpunkt vertreten. Kleinster gemeinsamer Nenner zahlreicher Richtungen des modernen Satanismus ist hierbei der Anthropozentrismus, im Besonderen die Betonung der Freiheit des Menschen. Damit steht der Satanismus vor allem im Gegensatz zu religiösen Strömungen, die die Vorherbestimmung und Unvollkommenheit des Menschen betonen. Eine Vermischung des traditionellen Satanismus und modernen Satanismus ist trotz alldem möglich. In der Öffentlichkeit wird Satanismus vor allem als Gegenstand von Schauergeschichten, Sensationsjournalismus und Verschwörungstheorien wahrgenommen.

Séance (Geisterbeschwörung)

siehe → Okkultismus

SETI

Search for Extraterrestrial Intelligence (englisch für Suche nach extraterrestrischer Intelligenz, auch kurz SETI genannt) bezeichnet die Suche nach außerirdischen Zivilisationen. Seit 1960 werden verschiedene wissenschaftliche Projekte betrieben, die unter anderem den Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums nach möglichen Anzeichen und Signalen technischer Zivilisationen im All untersuchen.

Spiritismus

Spiritismus (lat. spiritus "Geist"; zuweilen in Deutschland, wegen falscher Übersetzung des englischen spiritualism, als Spiritualismus ausgegeben) bezeichnet moderne Formen der Beschwörung von Geistern oder spukenden Gespenstern, insbesondere von Geistern Verstorbener (Totenbeschwörung), die sich mit Hilfe eines Mediums sinnlich wahrnehmbar mitteilen sollen (siehe auch → Channeling).

Der Begriff Spiritismus ist außerhalb des deutschen Sprachgebrauchs enger gefasst als Bezeichnung für die Lehre des Spiritisten Allan Kardec gebräuchlich.

Spontane menschliche Selbstentzündung (SHC)

Bei der Spontanen menschlichen Selbstentzündung (SHC = Spontaneous Human Combustion) wurden viel Legenden gebildet. Einige wenige Geschichten werden immer und immer wieder erzählt und weiter ausgeschmückt. Viele halten diese Berichte mittlerweile für echt. Die Quellen sind allerdings fraglich. Zahlreiche Versuche, den "Kerzendocht-Effekt" nachzuahmen, erbrachten nicht den gleichen Effekt. Es ist davon auszugehen, das sich sich hierbei um eine Legende handelt.

Das F.B.I. hat einmal einen Fall untersucht, bei dem die 67 Jahre alte Mary Harder Reeser im Jahr 1951 Schlaftabletten nahm und sich mit der Zigarette in den Sessel setzte. Sie muss eingeschlafen sein und die Zigarette hatte den Körper verbrennen lassen, ohne das die Umgebung in Flammen aufging. Die Vermieterin fand die &Uuuml;berreste von Mary Reeser: Asche, ein paar Zähne und ein Fußklumpen, bei dem man davon ausging, das es der Kopf gewesen sei. Nur der linke Knöchel und Fuß der noch im Schuh steckte, waren verschont geblieben. Die Dorfpolizisten untersuchten den Fall. Ausser der Asche auf den angeschmorten Sessel fanden die Ermittler den Teppich angeschmort und eine Fett- und Fußschicht an den Wänden. Sie erhofften sich vom F.B.I. Hilfe bei dem Fall.

"Die meisten wissen gar nicht" findet sich in einem Untersuchungsbericht des F.B.I., "wie stark der menschliche Körper brennen kann, wenn er erst einmal entzündet wurde. Man dachte früher, solche Fälle seien auf SHC oder übernatürliche Ursachen zurückzuführen. Aber es gibt nicht das kleinste Indiz dafür, dass es solche Fälle gibt."

Den "Kerzendocht-Effekt" halten die Skeptiker bislang für die beste Erklärung für die Dutzend bekannter Berichte über Spontane menschliche Selbstentzündung.

Dr. John De Haan vom California Criminalistics Institute machte Versuche zum "Kerzendocht-Effekt": "Die Leute können nicht glauben, dass so etwas geschieht. Doch es hat sich gezeigt, dass das subkutane Körperfett von Tieren ein exzellenter Brennstoff ist. Es hat in etwa denselben Kalorienwert wie Kerzenwachs.".

Bei seinen Versuchen wickelte De Haan einen ganzen Schweinekadaver in Wolle ein und zündete ihn an. Benzin als Brandbeschleuniger wurde benutzt, um das Aufflammen zu imitieren, das von Zigaretten verursacht wird. Bei den Versuchen drang das Schweinefett in die Wolle und führte dazu, dass das Feuer stundenlang vor sich hinschmorte, bis der gesamte Schweinekörper verbrannt war. Das brennende Fett erreichte die in Krematorien übliche Temperatur von etwa 1000° C genau zu dem Zeitpunkt, als das Feuer die Knochen und Sehnen erreichte. Ein solches Feuer verursacht tatsächlich stärkere Schäden als jede von außerhalb an den Körper herangebrachte Flamme — etwa, wenn ein Haus brennt. "Ältere Leute, Kranke, manchmal auch geisteskranke Menschen sind genau die, die am ehesten einen Unfall erleiden, bei dem ihr Bett oder ihre Kleidung Feuer fängt ... Sie sind dann hilflos.".

Teufelsaustreibung

siehe → Exorzismus

Tierkreiszeichen (Sternzeichen)

Tierkreiszeichen sind die Symbolbilder, die den einzelnen Abschnitten des Tierkreises zugeordnet sind. Seit der Antike wurde dabei die Ekliptik in zwölf gleiche Sektoren geteilt: die bis heute bekannten und gebräuchlichen Tierkreiszeichen, die sich an den Eckpunkten im Jahreskreis ausrichten, also der Frühlingstagundnachtgleiche, der Sommersonnenwende, der Herbsttagundnachtgleiche und der Wintersonnenwende.

Die Tierkreiszeichen wurden in der Antike zunächst mit den gleichnamigen Sternbildern assoziiert, die sich in den jeweiligen Abschnitten befanden; sie dürfen aber nicht mit diesen verwechselt werden. Denn infolge der Präzession (einer Periode von 25.800 Jahren), die ebenfalls bereits in der Antike durch Hipparchos beschrieben wurde, sind die Tierkreiszeichen mittlerweile um etwa 30° zu den jeweiligen Sternbildern verschoben.

Die in der europäischen Astrologie verwendeten Tierkreiszeichen wurden ungefähr zur Zeit um Christi Geburt entwickelt, nachdem die Präzession bekannt wurde. Dies geschah, um wichtige Stationen im Jahreslauf mitsamt den Konstellationen von Sonne, Mond und Planeten besser berechnen zu können — unabhängig von den Sternen, die sich ja im Verhältnis zum Jahreskreis stets verschoben und somit letztlich unbrauchbar waren für die Festlegung von Jahresereignissen.

Auf der Ekliptik liegt auch das 13. Sternbild Schlangenträger. Zur Zeit der Entstehung und Benennung der Tierkreiszeichen und Sternbilder wurden die unteren Sterne aus dem Schlangenträger aber noch dem Skorpion zugeordnet, und so befanden sich nur 12 Sternbilder auf der Ekliptik — die in etwa den zwölf Monaten eines Jahres entsprechen.

Therese Neumann aus Konnersreuth

Therese Neumann, genannt Resl von Konnersreuth (* 8., 9., 10. oder 11. April 1898 in Konnersreuth; † 18. September 1962 ebenda), war eine Bauernmagd, die als katholische Mystikerin durch ihre angeblichen Stigmata und die ihr nachgesagte jahrelange Nahrungslosigkeit sehr bekannt wurde und regelrechte Wallfahrten auslöste. Erst lange nach ihrem Tode fand mit der Eröffnung eines Verfahrens zur Seligsprechung 2005 durch Bischof Gerhard Ludwig Müller eine gewisse kirchliche Anerkennung statt.

Therese Neumann aus Konnersreuth behauptete, Visionen von Jesu gehabt zu haben. Die angeblichen Sigmatisierungen — Wundmale Christi — haben ich als Menstualbrut herausgestellt. Auch die angebliche Fastenzeit, in denen sie angeblich Wochenlang keine Nahrung zu sich genommen haben, hat sich als falsche Behauptung herausgestellt.

Tischerücken

siehe → Okkultismus

Tonbandstimmen

Ein normales Radio wird auf eine Zwischenstation eingeschaltet, einem Rauschen. Dann ruft man den Verstorbenen. Das Tonband zeichnet alles auf. Im Rauschen identifizieren Tonbandstimmenforscher Stimmen, Worte oder Satzfetzen. Experimente haben gezeigt, das jeder in einer Gruppe etwas anderes aus dem Rauschen herausgehört haben will. Aber wenn man der Gruppe vorher gesagt hat, was Sie hören werden, haben es alle gehörrt.

Tonbandstimmen — engl. als electronic voice phenomenon (EVP) bezeichnet — sind Hörereignisse innerhalb akustischer Aufzeichnungen, die als gesprochene Sätze oder Satzfragmente interpretiert werden können und denen von einigen Menschen eine außergewöhnliche Bedeutung beigemessen wird. Unter wissenschaftlichen Testbedingungen konnten bisher keine Auffälligkeiten reproduziert werden, welche über die Auswirkungen technischer Unzulänglichkeiten der Aufnahmegeräte hinausgingen.

Imants Baruss vom King's College beschreibt in seiner Repik ("Failure to Replicate Electronic Voices Phenomenon", in Journal of Scientific Exploration Vol. 15, No. 3, pp. 355-367, 2001) die erste umfangreiche Feldstudie des "Phänomens Elektronischer Stimmen" (EVP, "Tonbandstimmen"). In 81 Versuchen gelang es Baruss und seinen Mitarbeitern zwar, gelegentlich EVP-ähnliche Signale aufzuzeichnen. Es ergaben sich jedoch keinerlei Anhaltspunkte dafür, daß diese "Stimmen" anomalen Ursprungs sind (z.B. durch elektromagnetische Einstreuungen seitens der Neonbeleuchtung in den Versuchsräumen).

Träume

Träme sind eine psychische Aktivität während des Schlafes. Er wird als besondere Form des Erlebens im Schlaf charakterisiert, das häufig von lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Gefühlen verbunden ist. Der Träumende kann sich nach dem Erwachen meist nur teilweise oder gar nicht erinnern. Stickgold (2001) beschreibt Träume als "bizarre oder halluzinatorische mentale Aktivität ... die während eines Kontinuums an Schlaf- und Wachstadien einsetzt". Krippner et al. (1994) beschreiben den Traum als " eine Serie von Bildern, die während des Schlafes auftritt und oft verbal berichtet wird". Der Neuropsychologe Hobson beschreibt den Traum als "a form of madness" (eine Form von Wahnsinn) (1998). Die Interpretation des Erlebten findet in der "Oneirologie" (Traumdeutung) statt. Fantasievorstellungen und Imaginationen, die im wachen Bewusstseinszustand erlebt werden, werden als Tagtraum bezeichnet.

Abraham Lincoln soll in einem Traum seine eigene Ermordung vorhergesehen haben und Freunden davon berichtet habe:

"Auf einem Katafalk lag ein mit Trauerkleiern geschmückter Leichnam. Ringum Wachsoldaten und eine Menschenmenge, die den ruhenden Leib, dessen gesicht von einem Stück Leinen verdeckt war, mit traurigen Mienen betrachtete. Andere weinten tief erschüttert. 'Wer ist im Weißen Haus gestorben?' fragte ich einen der Soldaten. 'Der Präsident', antwortet er. 'Er ist einem Mörder zum Opfer gefallen.'"

Schon Aristoteles stand der göttlichen Traumkontrolle skeptisch gegenüber. Seiner Meinung nach kamen die Träume nicht von außen, sondern aus dem Menschen selbst. Verbreitet war der Glaube, das im Träumen die Götter über einen kommen. Auch die frühen Christen glaubten, das Träume von Gott gesandt seien.

Tunguska

Das Tunguska-Ereignis bestand aus einer oder mehreren sehr großen Explosionen (daher auch Tunguska-Explosion) am 30. Juni 1908 im sibirischen Gouvernement Jenisseisk, der heutigen Region Krasnojarsk, deren Ursache sich bisher nicht zweifelsfrei klären ließ. Das Ereignis fand in der Nähe des Flusses Steinige Tunguska (Podkamennaja Tunguska) im Siedlungsgebiet der Ewenken statt. Als wahrscheinlichste Ursache gilt zurzeit der Eintritt eines Asteroiden — des so genannten Tunguska-Asteroiden — oder eines Kometen in die Erdatmosphäre. Nach neueren Erkenntnissen ist auch eine vulkanische Eruption nicht auszuschließen.

Ufos

UFO ist die Abkürzung für unidentifiziertes/unbekanntes Flugobjekt (engl. unidentified flying object). Nicht zu verwechseln mit Flugobjekten angeblicher Außerirdischer (außerirdische Raumschiffe).

Sie bezeichnet Phänomene, die von Beobachtern als fliegend wahrgenommen werden und nicht eindeutig identifiziert werden können. Umgangssprachlich wird der Begriff als Bezeichnung für Raumfahrzeuge hypothetischer außerirdischer Lebewesen verwendet. Ursprünglich bürgerte sich der Begriff "Fliegende Untertasse" aufgrund erster Zeitungsberichte über UFOs ein. Bis heute prägt das Bild der Fliegenden Untertasse menschliche Vorstellungen davon, wie Raumfahrzeuge hypothetischer außerirdischer Lebewesen typischerweise aussehen könnten.

Um den umgangssprachlich missverständlichen Begriff UFO zu vermeiden, wird von einigen Untersuchern statt UFO der Begriff "UAP" für unidentified oder unexplained aerial phenomenon oder auch unidentified aerospace phenomena benutzt, zu deutsch unidentifiziertes Luft-/Luftraum-Phänomen.

In der sogenannten Ufologie wird zwischen Beobachtungen von "UFOs im weiteren Sinne", die nach genauerer Überprüfung als bekannte Objekte oder Phänomene identifiziert werden können, und Beobachtungen von "UFOs im engeren Sinne", die auch nach genauerer Überprüfung nicht identifiziert werden können, unterschieden. "UFOs im weiteren Sinne" machen den größten Teil der UFO-Sichtungen aus.

Ein wissenschaftlich anerkannter Nachweis dafür, dass solche "UFO-Beobachtungen" auf die Existenz außerirdischer Besucher der Erde zurückzuführen wären, existiert nicht.

Ungeheuer von Loch Ness

Das Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessie genannt, soll ein Tier oder eine Gruppe von Tieren sein, die in Loch Ness, einem See in Schottland, in der Nähe der Stadt Inverness leben. Nessie wird üblicherweise als Seeschlange beschrieben, mit einer Länge von bis zu 20 Metern. Ihre Existenz wäre als so genanntes Kryptid (Kryptozoologie) erklärbar, ein dem Menschen unzugängliches und somit unerforschtes Tier, vergleichbar mit Bigfoot und Yeti.

Die meisten Wissenschaftler und Experten erklären die Berichte über Nessies Existenz allerdings als absichtliche wie unabsichtliche Falschmeldungen oder Fehlbestimmungen von gewöhnlichen Tieren. Regional ist der Mythos zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden, da der See heute eines der Hauptziele für den Tourismus in Schottland ist. Während des Sommerlochs tritt das Ungeheuer regelmäßig als Schlagzeile in der Presse auf.

Uri Geller

Uri Geller wurde durch seine Löffel-Biege-Tricks bekannt. Alle angeblich paranormalen Fähigkeiten von Uri Geller wurden als Taschenspielertricks entlarvt. Das Internet ist voll davon. Siehe auch → Zaubertricks

Vampire

Der Sage nach steigt der Vampir nachts aus seinem Sarg und beißt Menschen, um deren Blut zu trinken. Der bekannteste ist Dracula. Natürlich alles nur jahrhunderte alter Aberglaube. Damals können Krankheiten wie Porphyrien gestäkt haben — dabei vermeiden Patienten das Sonnenlicht, weil es ihnen Schmerzen bereitet. Bei dieser Krankheit ist auch das Leuchten der Zähne bekannt, die sie wie rötlich schimmernd wirken lässt. Der Gedanke, das Untote unhergehen, gibt es auch in der Voodoo Religion — dort als Zombies bezeichnet.

Wahrsager (auch Hellseher und Astrologen)

Der Soziologe Edgar Wunder hat seit 1990 insgesamt 1.264 astrologische und andere Prophezeiungen von Wahrsager, Hellsehern und Astrologen ausgewertet. "Nur vier Prozent stellten sich aus zutreffend heraus". Eine Trefferquote von einem Prozent ist auch erreichbar, wenn man sich ein paar Dinge ausdenkt und würfelt.

Wünschelrutengänger (Radiästhesie)

Wünschelrutengänger (Radiästhesie) behaupten Wasseradern und Edelmetalle im Boden finden zu können. Allerdings konnte dies in keinem wissenschaftlichen Test bewiesen werden.

Wie im Okkultismus schlägt die Wünschelrute durch unwillkürliche ideomotorische Bewegungen (Carpenter Effekt) aus.

Bereits 1990 fand der Kasseler Wünschelrutentest (Doppelblind-Versuch) der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) statt. Dabei sind 20 Wünschelrutengänger angetreten, um an drei Versuchstagen die gestellten Aufgaben in zwei Testformen (Fließendes Wasser in künstlichen Leitungen sowie Gegenstände in verschlossenen Behälter) zu erfüllen. Insgesamt wurden 700 Einzeltests durchgeführt, aber keiner der Teilnehmer lag über der Zufallswahrscheinlichkeit.

Im Gesundheitsbereich gibt es auch Wünschelrutengänger, die Krankheiten mit der Wünschelrute herausfinden wollen. Bereits 1936(!) wurden von der Tierärztlichen Hochschule Hannover Wünschelrutengänger aufgefordert, bei 19 Rindern Krankheiten zu diagnostifizieren. Die Befunde der Rutengänger wichen nicht nur voneinander ab, sie waren überwiegend falsch. Das bestätigte der Befund nach der Schlachtung der Tiere. Die Wünschelrutengänger hatten gesunde Tiere für krank erklärt und, wenn ihnen ein und dieselbe Kuh mehrmals vorgeführt wurde, unterschiedliche Krankheiten gerutet.

Bereits 1995 wurde in einem Gerichtsurteil festgestellt, das das Muten von Krankheiten eine therapeutische Tätigkeit ist und deshalb nicht ohne Heilpraktikerzulassung ausgeführt werdne darf.

Wunderheiler

Wunderheiler behaupten Menschen auch in aussichtlosen Erkrankungen heilen zu können. Sie fördern lediglich die Selbstheilungskräfte des Patienten anzuregen.

Zaubertricks

Experiment: Lassen Sie einen Versuchsteilnehmer laut zählen. 1, 2, 3 usw. Wenn Sie unterbrechen, fragen Sie z. B. nach einem Getränk und Ihr Gegenüber antwortet z. B. Kaffee. Nach Beantwortung der Frage muss der Kandidat genau an der Stelle weiterzählen, an der er vor der Frage aufgehört hat. Das Experiment beginnt mit lautem Zählen. Die Fragen:

Werkzeug, Farbe und ein Instrument

bestehen Sie während des Zählens auf "lauter zählen", "weiterzählen", "schneller" etc.

Die Mehrzeit antwortet: Hammer, Geige, Rot.

Zombies

Als Zombie wird ein Mensch bezeichnet, der scheinbar von den Toten wieder auferstanden und zum Leben erweckt worden ist und als sogenannter Untoter oder Wiedergänger, als ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen herumgeistert.

Das Zombie-Phänomen im Voodoo und ähnlicher Yoruba-Religionen ist nach wie vor im Umlauf, besonders in Haiti. Obwohl das Christentum dort längst Staatsreligion ist, ist der Voodoo-Glaube in großen Teilen vor allem der Landbevölkerung noch immer verankert. Die kreolische Formel dafür lautet: Bokor kapab, yo gen pouvoua sekré — was bedeutet: Die Hexer sind zu allem fähig, sie besitzen die geheime Macht. Laut diesem Glauben belegt ein Voodoo-Schwarzmagier (Bocor) oder eine Priesterin (Mambo) jemanden mit einem Fluch, worauf die betreffende Person stirbt (Scheintod). Danach wird der (vermeintlich) Tote auf rituelle Weise wieder zum Leben erweckt, um hinterher als Arbeitssklave missbraucht zu werden. Solche Zombies heißen Zombie cadavres.

Eine weitere Form des Zombies (im Voodoo) ist der Zombie astrale. Es ist eine verlorene Seele, die von ihrem Körper getrennt wurde, z. B. durch ihr Ableben, ihren natürlichen Tod. Ein Houngan oder ein Bokor kann diese herumirrende Seele in einem kleinen, tönernen Gefäß oder in einer Flasche einfangen, so dass sie die Hinterbliebenen wie in einer "Urne" bei sich zuhause verwahren können. Solche den Totenkult betreffende Riten, werden noch in Haiti oder im Süden der Vereinigten Staaten praktiziert. Solche Zeremonien werden größtenteils den Anhängern des Petrokults (eine der Schwarzmagie zugewandten Gruppe des Voodoo) zugeschrieben. Die Angst vorm "Zombie cadavre" jedoch ist unter einfachen Leuten so groß, dass Verstorbene häufig genug vergiftet, mit einem Pfahl erstochen, zerstückelt und die Gräber noch tagelang von Angehörigen bewacht werden.

Der Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl geht hiervon aus: Ursprünglich seien nicht zu resozialisierende Kriminelle durch Zombifikation zugleich unschädlich gemacht und bestraft worden. Durch regelmäßige Gaben von Atropin wurde ihr willenloser Zustand als Zombies aufrechterhalten, eine Form der Strafe, die sich als Werkzeug des uralten Justizsystems in West- und Zentralafrika überliefert hat.

Entgegen anderslautenden Behauptungen beinhaltet das haitianische Strafrecht keinen Paragraphen mehr, der die Zombifikation, also das "Herstellen" eines Zombies, als eigenständigen Tatbestand unter Strafe stellt. Allerdings ist jegliche Form der Sklaverei in Haiti strafbar.