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Das Netz feiert Autos, die aus dem Nichts aufzutauchen scheinen wie das Geisterauto in Russland als Beweis für Teleportation, Zeitreisenden oder Paralleluniversum. Doch die Erklärung ist viel einfacher als viele glauben.

Das Netz ist voll von angeblichen "Teleportationen", auf denen Menschen auf Videos plötzlich auftauchen oder verschwinden. Sie haben eins gemeinsam: Es sind allesamt Fälschungen. Die Videos werden millionenfach angeklickt und lassen die Kassen der Youtuber klingeln. Die meisten behaupten, die Videos seien echt. Das ist gut für die Vermarktung.

Bei dem Geisterauto in Russland, bei dem ein Geisterauto aus dem Nichts aufzutauchen scheint, braucht es nichts übernatürliches, um es zu erklären. Hier vorab das Video:

Gefilmt wurde das ganze mit einer sog. Dashcam — einer Kamera an der Windschutzscheibe, die fortwährend Aufnahmen macht, um sie im Falle eines Unfalls als Beweis heranziehen zu können.

Bei dem "mysteriösen" Geisterauto aus Russland verhält es sich folgendermaßen:

Das "Geisterauto" kommt aus der gegenüberliegenden Straße zwischen der Straßenbahn und dem kleinen LKW. Man sieht ganz am Anfang, dass zwischen beiden eine Fahrbahn frei ist. Das "Geisterauto" fährt zwischen der Straßenbahn und dem LKW vorbei und hält nicht an der Ampel. In Zeitlupe erkennt man in den Fenstern und unterhalb des BMW die Lichter des "Geisterautos", kurz bevor es vor dem BWM "auftaucht" und vorbeifährt.

Ein User hat sich die Mühe gemacht und das Verhalten des "Geisterautos" in 3D und von oben nachgestellt:

Der vorausfahrende BMW verdeckt das "Geisterauto" solange, bis es davor vorbeifährt. Umso näher sich die Kamera vor einem Objekt (hier der BMW) befindet, umso mehr kann sich hinter dem Objekt "verstecken". Wäre die ganze Szene von oben gefilmt worden, wäre es alles andere als spektakulär. Ein gutes Beispiel zeigt das Video eines Interviews, bei dem ein Fahrradfahrer aus dem Nichts aufzutauchen scheint:

Bei dem Interview fehlt bewusst der Anfang. Denn er zeigt, wie der Radfahrer hinter der interviewten Person "verschwindet", um dann wieder "aus dem Nichts" aufzutauchen. Doch nicht ganz. Wenn man genau hinsieht, sieht man — kurz bevor der Radfahrer "auftaucht" — hinter der linken Schulter einen ganz kleinen Teil des Radfahrers.

Gutes Beispiel ist auch das Ende, bei dem der Radfahrer weiter weg ist und hinter dem Kopf der interviewten Person kurz verschwindet, um dann wieder aufzutauchen.

— gp —